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Seven Reizh: Strinkadenn Ys
(Eigenproduktion, später bei Musea veröffentlicht, 2001)
Welcher Künstler, welche Band aus der Bretagne
hat jemals eine entscheidende Rolle im internationalen Musikgeschäft
gespielt? Auch bei schärferem Nachdenken fällt mir da nur
Alan Stivell ein.
Bitte nicht falsch verstehen: auch Seven Reizh wird vor-aussichtlich
keine solche Rolle einnehmen können, aber wenigstens die Freunde
der neueren Progszene sollten das Debütalbum der Bretonen kennen.
Mit symphonischem Prog, der starke Folkeinflüsse aufweist (da finden
dann auch traditionelle Instrumente wie Bom-barde oder auch Dudelsack
Verwendung), wird atmos-phärisch sehr gelungen eine Geschichte
umgesetzt, die immer wieder Bezug nimmt auf sagenhafte Vorgänge
um die mythische Stadt Ys (gilt als das Atlantis der Kelten). Und in
ihren besten Momenten kreiert die Musik durchaus sehr geheimnisvoll,
ja unheimlich anmutende Stimmungen.
Ein weiterer Pluspunkt ist die glasklare Stimme der Sängerin Bleunwenn
(die Texte sind übrigens durchweg in Bretonisch).
Die erste Auflage in Buchformat, noch als Privatpressung vertrieben,
hat heute schon Sammlerwert.
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